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Auf der Ems von Papenburg nach Oldersum

Vor Kurzem war in der Lokalzeitung ein Artikel zu lesen gewesen über ein Team von Stand-Up-Paddlern, die von Münster aus per SUP an die Nordsee wandern wollen. Mit der SUPChallenge 2022 werden Spenden gesammelt für den Verein Herzenswünsche e.V. und die Stiftung Bürger für Münster, speziell für die Kinder- und Jugendförderung im Stadtteil Coerde. Unterstützung und Begleitung – ob an Land oder zu Wasser – sei herzlich willkommen, las ich. Ein Blick in den Streckenplan zeigte: für den 20. Mai war eine 30km-Strecke auf der Ems von Papenburg bis Oldersum geplant. Das eine ergab das andere und nach ein paar Mails mit der Initiatorin der Challenge war klar: an dem Tag fahre ich mit.

Um etwa 5.15 Uhr trafen wir uns auf dem Wasser in Höhe der MeyerWerft. Die Morgenstimmung auf dem Wasser hat immer etwas magisches: Dunstschleier, die über dem Wasser und den Feldern hängen, Vogelzwitschern, hier und da Enten und Gänse und einige Austernfischer, die schon früh morgens unterwegs waren. Außerdem natürlich Schafe am Deich, die uns neugierig beobachteten und sich vermutlich fragten, was diese komischen Figuren da auf dem Wasser zu suchen hatten.

Später – mit aufgegangener Sonne – war dann auch immer wieder ein Kuckuck zu hören. Fast die gesamte Wegstrecke hindurch muss in nahezu jeder Baumgruppe entlang der Ems irgendwo ein Kuckuck gewesen sein.

Die Strömung des ablaufenden Wassers sorgte für ein flottes Tempo und nach einer kleinen Frühstückspause auf dem Wasser um kurz nach sieben waren wir pünktlich zum Berufsverkehr bereits an der Jann-Berghaus-Brücke bzw. unter ihr hindurch.

Weiter ging’s die Ems hinunter, über die A31 hinweg und an Jemgum – und dem Jemgumer Schlick – vorbei bis zum Hatzumer Sand. Das Wetter war perfekt, kaum Wind, immer mal etwas Sonne und kein Regen. Dank der Strömung kamen wir nach wie vor gut voran und plötzlich kam, noch etwas in der Ferne, auch schon das Emssperrwerk Oldersum in Sicht und ein Stück davor unser Tagesziel, der Oldersumer (Außen-)Hafen.

Neben der Hafeneinfahrt kraxeln wir über die Steinpackungen an Land, genießen dort ein zweites Frühstück und eine Pause in der Sonne. Am Ems-Ufer führen Gänse ihre Küken spazieren, aus dem Schilf sind Schilfrohrsänger&co zu hören (leider nicht zu sehen) und auf dem Deich hinter uns tummeln sich Schafe und führen zwischendurch ein paar Bocksprünge vor.

Herzlichen Dank an das Team der SUPChallenge 2022, dass ich Euch begleiten durfte!